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Baustein: Waldriesen und Schwefelseen
- Rincon de la Vieja -
Wir fanden den „Rincon”, wie der Park abgekürzt genannt wird, einen der schönsten Nationalparks von Costa Rica. Denn: Zunächst einmal ist es ruhig: Viele Reisende, vor allem Amerikaner, fahren nach Monteverde und zu den pazifischen Stränden und lassen den Rincon aus. Aber der Park ist auch interessant weil er weniger „durchgeplant” ist. Sie wandern nicht auf angelegten Wegen, sondern quer durch die Natur über schmale, manchmal fast unsichtbare Pfade. Es hängen nur dort Schilder, wo Sie wirklich nötig sind. Des Weiteren ist der Rincon besonders abwechslungsreich: Sie klettern über Wurzeln riesiger Waldriesen im dichten Wald, gehen an Flüssen entlang und riechen die vulkanische Aktivität, Sie streifen durch Kapokwälder und schwimmen in kaum besuchten Naturseen mit kühlen Wasserfällen. Kurz und gut, man hat das Gefühl, dass es hier noch wirklich etwas zu entdecken gibt!
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Reisedauer
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3 Tage / 2 Nächte Start täglich, allerdings ist der Park montags geschlossen
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Übernachtungen
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im Doppelzimmer mit Dusche, Toilette, Moskitonetz und Ventilator Unterkunft Komfort 3
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Reisekosten
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€ 75,- p.P. bei 2 Personen
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Inklusive
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2 Übernachtungen mit Frühstück
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Transport
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per Mietwagen
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Exklusive
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Transport, andere Mahlzeiten, Eintritt Park (10US$)
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Tag 1 Rincón Nationalpark
Von Monteverde aus fahren Sie ca. 2 Stunden über eine hügelige Schotter- / Kiesstraße (ca. 30 km). Sie erwartet eine schöne Aussicht und eine grüne, tropische Weidenlandschaft mit Viehzucht. Langsam wird die Landschaft trockener und Sie fahren bei Cañas auf die löcherige, zweispurige Panamericana. Nach einer halben Stunde erreichen Sie Liberia (ein riesiger Burger King taucht auf), wo Sie zur Bank und zum Supermarkt gehen und schnell etwas essen können. Nach weiteren ca. 15-20 Minuten auf der Panamericana biegen Sie rechts auf eine Art "Kalkstraße" zum Rincon ab. Nach einer holprigen Stunde taucht der Rincon Nationalpark auf. Etwa 5 km vor dem Eingang liegen einige Lodges und Sie biegen zu Ihrer Unterkunft für die nächsten Nächte ab. (Tagesetappe: ca. 4 Stunden)
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Sie schlafen, soweit es freie Zimmer gibt, in einer kleinen, stimmungsvollen Unterkunft. Die Lodge (eigentlich eine kleine Hazienda) liegt auf einem Hügel hintem Wald und von der Terrasse aus haben Sie eine schöne Aussicht auf die Steppe mit weidenden Pferden. Der Eigentümer, der auch Innenarchitekt und Reiseführer ist, hat die Veranda, Küche und Zimmer besonders schön eingerichtet. Auch die Mahlzeiten sind ein Erlebnis, denn Ihre Gastgeberin kocht alles selbst. Nachdem Sie sich eingerichtet haben, können Sie eventuell schon zum Park gehen (letzter Besuch um 15.00 Uhr), um den 2-stündigen Trail zu wandern. Sonst machen Sie das am nächsten Tag. Abends können Sie herrlich auf Ihrer Veranda in der Hängematte relaxen oder gemütlich mit den anderen Gästen plaudern. Nach den Reiseetappen der letzten Tage werden Sie Rincon als einen angenehmen Zwischenstopp erleben. (Bitte beachten Sie, dass es, außer in der eigenen Unterkunft, nicht viele Restaurants in unmittelbarer Nähe gibt).
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Tag 2 Rincon, Übernachtung, Wanderungen
Wenn Sie früh aufstehen können Sie in der Umgebung hinter der Rincon Lodge, wo auch die Pferde grasen, einen schönen Morgenspaziergang zu den heißen Quellen machen. Sie wandern quer durch den Kapokwald mit Kakadus und zahlreichen anderen Vögeln. Nach dem Frühstück auf der Veranda fahren Sie mit dem Auto zum Parkeingang, wo Sie US$ 10 bezahlen und wo dann Ihr Name und Ihre Reisepassnummer (mitnehmen!) aufgeschrieben wird. Man möchte gerne wissen, wer wann im Park ist. Bereiten Sie sich gut vor: Nehmen Sie in Ihrem Tagesrucksack eine Kopfbedeckung, Sonnenschutzcreme, genügend Wasser (ca. 2 Liter) und ein paar Snacks mit und tragen Sie robuste, gut eingelaufene Wanderschuhe.
Im Rincon folgen Sie den Pfaden im Prinzip auf eigene Faust, die gefährlichen vulkanischen Stellen sind umzäunt, ansonsten sind die Trails ausreichend markiert. Der Park ist von 07.00 bis 12.00 oder 16.00 Uhr geöffnet. Sie dürfen länger im Park bleiben, müssen ihn allerdings vor Sonnenuntergang verlassen. Denken Sie daran, dass der Park montags immer geschlossen ist. Wenn Sie an einem Montag hier sind, können Sie natürlich auch eine Nacht länger bleiben.
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Kein Besucher des Rincon Nationalparks sollte sich die 2 bis 2,5 Stunden lange Rundwanderung durch die Trockenwälder am Hang, die gleich hinter dem Parkeingang beginnen, entgehen lassen. Wir haben selten in so kurzer Zeit eine so abwechslungsreiche Natur gesehen. Schmale Waldpfade, enorme Waldriesen, dichter Dschungel, Flüsse, Wasserfälle, aber auch vulkanische Quellen, brodelnde Schlammpfühle, heiße Gase die aus der Tiefe emporsteigen, bewachsene Flächen und eine unglaubliche Farbpalette. Sie werden von dem Schreien der Brüllaffen, den Fröschen und zahlreichen Schmetterlingen und Vögeln begleitet. Besonders spannend fanden wir den „Pfeifkesselvogel”, der sich genau wie ein kochender Kessel anhört. Wenn Sie interessiert sind, können Sie sich vor Ort ein kleines Vogelbuch anschaffen. In Rincon de la Vieja leben auch zahlreiche wilde Tiere. Man kann hier gut Gürteltiere, Ameisenbären und Leguane beobachten und bei gutem Wetter hat man eine zusätzliche Aussicht auf den Golfo de Nicoya.
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Man kann auch eine 3-stündige Wanderung zum Blue Lake Wasserfall und eine 4-stündige Wanderung zum Hidden Wasserfall machen. Wenn Sie nach dem ersten Tag schon müde Beine haben, kein Problem: Im Park können Sie, in einem kleinen Bach sitzend, Wechselbäder nehmen. Von dem warmen, schwefelhaltigen Wasser zu der kühleren „Wanne” daneben, herrlich! Die beste Zeit für einen Besuch ist zwischen November und Mai, in diesem Zeitraum ist die Chance auf eine gute Aussicht auf den Vulkan am größten. Wegen der nördlichen Lage kann man den Park eigentlich ganzjährig gut besuchen, wir waren selbst in Juli und August da. Temperatur: Besonders angenehm. Tagsüber sonnig und warm, aber mit einer angenehmen Lufttemperatur und oft einer kleinen Brise. Oben auf dem Vulkan ist es kühler und Sie brauchen wärmere (Regen-) Kleidung.
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Tag 3 Rincon, Abreise oder Verlängerung
Der Rincon hat auch einen echten Vulkan. Wenn Sie einen Tag länger bleiben, können Sie dem 3 bis 3,5 Stunden dauernden Trail zum Gipfel folgen. Das letzte Stück führt über raues, glitschiges Gelände, wo oft heulende Winde wehen (dann sind Sie fast auf dem Gipfel). Der Nebel macht manchmal die weitere Besteigung unmöglich. Wenn Sie den Gipfel erreichen haben und es unbewölkt ist, werden Sie mit einem rauchenden Krater, einem gefärbten Kratersee und einer wunderschönen Aussicht belohnt. Diese Wanderung zum Gipfel empfehlen wir jedoch nur mit einem Guide zu machen, der sich dort auskennt, da die Wege nicht immer gut markiert sind. Nach Ihrem Besuch in Rincon können Sie zum Faulenzen am Hängemattenstrand (ca. 4 Stunden Fahrt, wir empfehlen Ihnen spätestens gegen 11.00 Uhr abzufahren) oder Richtung Manuel Antonio (nach dem Frühstück abfahren) weiterreisen. Wer noch weiter in den Norden fahren möchte, fährt über Liberia (wo Sie evtl. Ihr Auto abgeben) nach Nicaragua. Sehen Sie sich dazu auch unsere Bausteinseite an.
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